De-Interlacing PDF Drucken E-Mail

De-Interlacing ist das Zusammenfügen zweier Halbbilder zu einem Vollbild. Das wird nötig, da digitale Dispays, also auch Beamer keine Halbbilder verarbeiten. Halbbilder waren vorallem auf älteren Fernsehgeräten wichtig, als das Bild noch zeilenweise übertragen wurde.(vgl.: Auflösung) Ein Halbbild bestand dann aus den Zeilen 1,3,5,7,9 u.s.w. das nächste aus den Zeilen 2,4,6,8, u.s.w. Durch die PAL- Fernsehnorm ist vorgegeben, dass 50 Halbbilder die Sekunde übertragen wurden. Also 25 mal das eine Halbbild und 25 mal das andere Halbbild in der Sekunde. Für das Auge ergab sich somit eindurchgehend fließendes Bild.  Unser Auge lässt sich allerdings bei viel geringeren Bildwiederholraten  "betrügen". Die Halbbilder ergaben sich aus der elektronischen Aufnahmetechnik. Ein Bild das auf den Kamerachip fiel, musste irgendwie auf Band oder ein oder ein anderes Speichermedium gebracht werden. Bei der Übertragung gab es einen Flaschenhals, weshalb man sich die Halbbilder überlegte. Dort muss ja praktisch nur die hälfte der Bildinformationen über tragen werden.

Heutige Kameras haben den Flaschenhals längst verbreitert, können alle Bildinformationen auf einmal übertragen Und haben größere Puffer, für den Fall, dass Speichermedium, was mittlerweile auch viel schneller speichern kann, mal wirklich nicht nach kommt. Wie ganz früher auf Fimmaterial, das ja eher mit einer schnellen Fotokamera zu vergleichen war machen Moderne HD Videokameras heute auch eher einen ähnlichen Job wie der Fotoapparat. Die Halbbildaufzeichnung war also Jahrelang so was wie eine Notlösung, welche die Zeit überbrücken musste bis man Digital in der Lage war endlich genauso zu arbeiten wieman es Analog schon tat, seit der Film erfunden wurde.

Das De-Interlacing interpoliert (berechnet) also, nach unterschiedlichen Methoden, Bildfehler welche bei der digitalen Darstellung von Halbbildmaterial auftreten wieder heraus.Gute Beamer bringen ein De-Interlacing, quasi zur Sicherheit mit, denn oft ist das De-Interlacing schon in DVD-Playern oder ähnlichen Zuspielern integriert.